Das Rätsel des Bösen

Die Frage von Auschwitz

Verfasser / Beitragende:
[Christian Link]
Ort, Verlag, Jahr:
2003
Enthalten in:
Evangelische Theologie, 63/5(2003-09-01), 325-339
Format:
Artikel (online)
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520 3 |a Das in Auschwitz manifest gewordene Böse lässt sich nicht erklären. Wir müssen uns an das halten, was wir aus seinen Manifestationen erkennen: Es setzt den Ordnungszusammenhang des Lebens außer Kraft. Während wir das Böse gemeinhin als das Chaotische, als katastrophalen Einbruch in eine bewährte Ordnung ansehen, wird hier der Versuch unternommen, es als eine in sich rationale Gegenordnung darzustellen, als ein >>parasitäres Regelsystem<< das - wie im Falle einer tödlichen Krankheit (Krebs) - den gesunden Organismus zerfrisst. Es hat - gemessen an früheren Beschreibungen - seinen Ort gewechselt, manifestiert sich nicht so sehr in Individuen, als vielmehr in anonymen Funktionskreisläufen, die diese Individuen zu quasi mechanischen Werkzeugen instrumentalisieren, weshalb in Auschwitz der Begriff des Täters versagt und zuletzt sogar der Begriff zurechenbarer Schuld vernichtet wird. Daher ist der Wirklichkeitsverlust, die Zerstörung aller Maßstäbe, die uns Wirklichkeit richtig einzuschätzen und angemessen mit ihr umzugehen lehren, sein untrüglichstes Kennzeichen. Das Böse entsteigt der Kreatur - insofern gehört es zu Gott -, aber einer Kreatur, die sich, in seinen Sog hineingeraten, gegen diesen Gott verschließt. 
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