Seelsorge im Horizont der Hoffnung

Eduard Thurneysens Seelsorgelehre in systemtheoretischer Perspektive

Verfasser / Beitragende:
[Isolde Karle]
Ort, Verlag, Jahr:
2003
Enthalten in:
Evangelische Theologie, 63/3(2003-05-01), 165-181
Format:
Artikel (online)
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520 3 |a Eduard Thurneysen galt der Seelsorgebewegung als autoritär und unmodern. Liest man Thurneysen aus differenztheoretischer Perspektive, kommt man zu anderen Ergebnissen. Dann zeigt sich, dass Thurneysen mit seiner Deutung von Sünde die Ortlosigkeit und Zerrissenheit des modernen und fragmentierten Individuums einfühlsam beschreibt, statt den naiven Identitätsmustern der Ganzheitlichkeit zu folgen. Dann wird deutlich, dass Thurneysens vielfach kritisierte Rede vom >>Bruch<< und von der Psychologie als Hilfswissenschaft als Ausdruck seiner hohen Sensibilität für Differenzen zu würdigen ist. Thurneysen beklagt diese Differenzen nicht, er sieht darin vielmehr eine Chance für Seelsorgepraxis und -lehre. Denn die Poimenik kann von der Psychologie nur lernen, wenn sie nicht mit ihr verschmilzt, sondern sich von ihr anregen lässt, dabei aber ihre eigene Perspektive auf den Menschen nicht aufgibt und umgekehrt die Eigenperspektive der Psychologie respektiert. Es geht Thurneysen deshalb im Hinblick auf den poimenischen Diskurs dezidiert nicht um eine christliche Psychologie, sondern um einen christlichen Gebrauch von Psychologie. Thurneysens Rede vom Bruch soll wiederum deutlich machen, dass christliche Seelsorge nicht das Ziel haben kann, sich quasi weltanschaulich neutral in einen Menschen einzufühlen, sondern dessen Selbstverständnis im Horizont christlicher Hoffnung in heilsamer Weise zu irritieren und neu zu orientieren. 
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