Die Notwehr im Zusammenhang von Kants Rechtslehre

Verfasser / Beitragende:
[Joachim Hruschka]
Ort, Verlag, Jahr:
2003
Enthalten in:
Zeitschrift für die Gesamte Strafrechtswissenschaft, 115/2(2003-09-24), 201-223
Format:
Artikel (online)
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520 3 |a I. Die Problemstellung In Kants moralphilosophischem Hauptwerk, "Die Metaphysik der Sitten” von 1797, gibt es zum Recht der Notwehr zwei Lehrstücke, die dem Leser zuerst in die Augen fallen. Da sind einmal die §§ D und E der "Einleitung in die Rechtslehre”, wo Kant, ohne freilich von "Notwehr” zu sprechen, einen Zusammenhang zwischen subjektivem Recht und Notwehrbefugnis feststellt. An einer anderen Stelle, im "Anhang II” zur "Einleitung in die Rechtslehre”, erwähnt Kant das "ius inculpatae tutelae”, das (wörtlich:) "Recht der rechten Notwehr”, ausdrücklich, wenn auch, mit einer kurzen Bemerkung zur Mäßigung bei der Notwehr, nur eher beiläufig. Die beiden Lehrstücke sind nicht der einzige Beitrag Kants zum Recht der Notwehr. Vielmehr nimmt die Notwehr in der "Metaphysik der Sitten” eine ganz zentrale Stelle ein. Da Kant aber die gewohnten Ausdrücke nicht immer benutzt, ist der Zusammenhang seiner Ausführungen mit der Notwehr nicht stets so offensichtlich wie in den beiden Lehrstücken. 
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