Ernst Leisi†

Verfasser / Beitragende:
[Andreas Fischer]
Ort, Verlag, Jahr:
2003
Enthalten in:
Anglia - Zeitschrift für englische Philologie, 121/1(2003-10-23), 1-3
Format:
Artikel (online)
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520 3 |a Mit Prof. Dr. Ernst Leisi (29. Juni 1918 - 30. Dezember 2001) hat die deutschsprachige Anglistik einen ihrer bestbekannten und angesehensten Repräsentanten verloren, der das Fach in ungewöhnlichem Maß geprägt hat und dessen Werk weit über die Anglistik hinausstrahlt. Ernst Leisi studierte in Zürich, wo er 1945 promovierte, war nach dem Krieg unter anderem als Lektor für Deutsch in Bristol und Cambridge tätig und habilitierte sich 1950 wiederum in Zürich. 1952 wurde er Gastdozent in Kiel, wo er 1955 zum außerplanmäßigen Professor befördert wurde. Als Eugen Dieth, der damalige Zürcher Ordinarius für Englische Philologie am 24. Mai 1956 unerwartet starb, handelten die Universität und die Behörden sehr rasch, und Ernst Leisi wurde schon auf das folgende Wintersemester hin nach Zürich berufen. 28 Jahre lang sollte er dann die Zürcher (und nicht nur die Zürcher) Anglistik prägen, ihr Wachstum erleben und mitgestalten. Auch nach seiner Emeritierung 1984 blieb er aktiv und bewahrte seine Schaffenskraft bis ins hohe Alter. Große Unterstützung erhielt er von seiner Frau Ilse (1913-1999), die sich mit kongenialen Übersetzungen vor allem von englischen Romanen des 19. Jahrhunderts einen Namen gemacht hat. Ihr Tod 1999 bedeutete einen tiefen Einschnitt in seinem Leben, und er verbrachte seine letzten Jahre in großer Zurückgezogenheit. 
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