Haiko Wandhoff, Ekphrasis. Kunstbeschreibungen und virtuelle Räume in der Literatur des Mittelalters. 2003

Verfasser / Beitragende:
[Michael Rupp]
Ort, Verlag, Jahr:
2004
Enthalten in:
Arbitrium, 22/2(2004-11-28), 155-158
Format:
Artikel (online)
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520 3 |a Die Beschreibung von Kunstgegenständen oder Bildern, mit der übergeordnete, manchmal außerhalb des Texts liegende Zusammenhänge angesprochen oder in die Handlung integriert werden, ist in letzter Zeit insbesondere als Schnittpunkt zwischen Literatur und bildender Kunst wieder vermehrt in den Blick der Literaturwissenschaft geraten. Daß hierbei wichtige Anstöße von gegenwartsbezogener kunsthistorischer Forschung ausgingen, mag dazu beigetragen haben, daß in den Nachbardisziplinen der Mediävistik der Eindruck entstehen konnte, mittelalterliche Autoren hätten über solche gestalterischen Mittel nicht verfügt. Dem stehen zahlreiche mediävistische Studien zu einzelnen Fällen gegenüber, die ein buntes Mosaik ergeben von dem, was eine Ekphrasis in mittelalterlicher Literatur an Funktionen in und Bedeutungen für einen Text übernehmen konnte. Die wachsende Menge der Einzelstudien ließ eine übergreifende, systematische Geschichte der Ekphrasis in mittelalterlicher Literatur immer mehr zu einem Desiderat werden. 
540 |a © Max Niemeyer Verlag GmbH, Tübingen 2004 
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