Thorsten Hahn, Fluchtlinien des Politischen. Das Ende des Staates bei Alfred Döblin. 2003

Verfasser / Beitragende:
[Helmuth Kiesel]
Ort, Verlag, Jahr:
2004
Enthalten in:
Arbitrium, 22/2(2004-11-28), 229-233
Format:
Artikel (online)
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520 3 |a Dem in Köln (früher Freiburg) lehrenden Erich Kleinschmidt und seinen Schülern verdankt die Döblin-Forschung neben wichtigen Editionen eine beträchtliche Anzahl aufschlußreicher Untersuchungen. Auch die Kölner Dissertation von Torsten Hahn zählt dazu und verleugnet ihre Herkunft nicht; vielmehr scheint sie in ihrer Verbindung von literaturgeschichtlicher Umsichtigkeit, analytischer Eindringlichkeit und avanciertester theoretischer Fundierung an eben dem orientiert zu sein, was die Arbeiten von Kleinschmidt charakterisiert und auszeichnet. Ihr eigentliches Thema ist die Reflexion der Auflösung des Staates in der Moderne, wie sie sich nicht nur in Schriften von Staatsrechtlern wie Carl Schmitt, Hermann Heller und Hans Kelsen spiegelt, sondern auch in Texten von Autoren wie Kafka und Döblin. Zugleich aber gilt ihr Interesse dem Verhältnis von Kunst/Literatur und Wissen sowie der Bedeutung der Poetisierung des politischen Wissens für den Diskurs über staatliche beziehungsweise gesellschaftliche Ordnung. 
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