Richard P.H. Greenfield (introd., transl., annot.), The Life of Lazaros of Mt. Galesion: an eleventh-century pillar saint. [Byzantine Saints' Lives in Translation, 3.]
Gespeichert in:
Verfasser / Beitragende:
[Andreas Külzer]
Ort, Verlag, Jahr:
2004
Enthalten in:
Byzantinische Zeitschrift, 96/2(2004-04), 736-738
Format:
Artikel (online)
Online Zugang:
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| 520 | 3 | |a Der heilige Lazaros vom Berge Galesion gehört unbestreitbar zu den wichtigsten Vertretern des Mönchtums in der mittelbyzantinischen Zeit. Wohl um 966/67 in einfachen Verhältnissen unweit von Magnesia am Mäander geboren und als Leon getauft, hatte er das Privileg, schon in jungen Jahren in einigen Klöstern seiner heimatlichen Umgebung, in Oroboi, Kalathai und in Strobelion, eine Ausbildung erhalten zu können. Die Sehnsucht, mit eigenen Augen die Terra Sancta zu schauen, führte ihn dann im Alter von etwa 18 Jahren zunächst nach Attaleia, wo er geraume Zeit verweilte und unter dem Namen Lazaros in die Reihen der Mönche aufgenommen wurde, bevor er sich seinen großen Wunsch erfüllte und nach Jerusalem weiterzog. Er verbrachte einige Jahre in den bedeutenden Klöstern H. Sabbas und H. Euthymios, bevor er sich durch die Zerstörung des Heiligen Grabes im September 1009 durch den Kalifen al-Hakim veranlaßt sah, nach Kleinasien zurückzukehren. Nach einer Zeit der Wanderschaft durch Kilikien, Kappadokien und Pontos traf er, wahrscheinlich 1010 oder 1011, wieder in der heimatlichen Provinz Asia ein, wo er sich alsbald am Berge Galesion niederließ, um hier für gute vierzig Jahre als Asket und Stylit auf wechselnden Säulen zu leben. Als Lazaros dann am 7. November des Jahres 1053 verstarb, stand er bei seinen Zeitgenossen in höchstem Ansehen, war er doch zu einer "lebenden Ikone" geworden: aufgrund seiner Frömmigkeit und Spiritualität, aber nicht zuletzt auch dank seiner weisen Ansprachen und Ratschläge kamen die Gläubigen in großer Zahl, ihn zu sehen und zu hören; sie machten den Galesion dergestalt zu einem eigenen Pilgerzentrum, das zeitweilig sogar zum unweit gelegenen Ephesos in Konkurrenz treten konnte. | |
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