Martin Huber, Der Text als Bühne. Theatrales Erzählen um 1800. 2003

Verfasser / Beitragende:
[Eric Achermann]
Ort, Verlag, Jahr:
2004
Enthalten in:
Arbitrium, 22/1(2004-10-10), 61-64
Format:
Artikel (online)
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520 3 |a Nicht bloß metaphorisch will Martin Huber seinen Titel "Der Text als Bühne" verstanden wissen. Vielmehr soll das Zusammentreffen von körperlicher Repräsentation, emotiver Interaktion und gedoppelter Beobachtung, das die Bühne als einen Raum sui generis konstituiert, literaturwissenschaftlich nutzbar gemacht werden. Nicht um das konkrete Theaterereignis also geht es hier, sondern um ein Theatermodell, das einerseits transgenerisch eine allgemeine Qualität von literarischen Texten hervortreten lasse, andererseits transdisziplinär ein spezifisches Kulturmodell darstelle. In der Theatralität nämlich gründe zum einen ein genuin literarisches Darstellungsverfahren, das - wie kein anderes - die Kommunikabilität von Gefühlen zu erklären vermöge; zum andern eröffne ein solches Modell die Sicht auf Bereiche, die von einer traditionellen Literaturwissenschaft ignoriert würden: Körperlichkeit, Emotionalität sowie Selbstgefühl und Selbstbewußtsein - Bereiche, die zusammen den Ort von Literatur in einer allgemeinen Kulturtheorie ausmachten. 
540 |a © Max Niemeyer Verlag GmbH, Tübingen 2004 
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