Die Geweihharpunen und Harpunenfischerei im Spätneolithikum des Karpatenbeckens

Verfasser / Beitragende:
[István Zalai-Gaál]
Ort, Verlag, Jahr:
2004
Enthalten in:
Praehistorische Zeitschrift, 79/2(2004-11-24), 133-144
Format:
Artikel (online)
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520 3 |a Der Fisch als Nahrung hat auch bei den spätneolithischen Gemeinschaften des Karpatenbeckens eine bedeutende Rolle gespielt. Sein Anteil an der Fleischversorgung war natürlich immer von den geographischen Gegebenheiten abhängig. Im Mittelpunkt des vorliegenden Beitrags steht der Fischfang mit Geweihharpunen. Ausgangspunkt sind die wenigen in Zengővárkony, Mórágy Aszód und Žlkovce geborgenen Fischfanggeräte und die in kleiner Zahl gefundenen Fischknochen. Aus der frühen und mittleren Jungsteinzeit des Karpatenbeckens sind Hinweise auf die Verwendung von Geweihharpunen kaum bekannt, im Spätneolithikum sind sie dann aber wichtiger geworden. Zwei Haupttypen sind zu unterscheiden: 1. große und stärkere Exemplare mit breitflachem Querschnitt und 2. kleinere mit zylindrischem oder unregelmäßigem Querschnitt. Im Lengyel-Kreis sind Analogien zu der breitflachen Geweihharpune wie die aus Zengővárkony nicht bekannt, in kleiner Zahl gibt es sie in der Theiß- und der Vinča-Kultur. Der zweite Typ kommt dagegen sowohl in der Lengyel- als auch in der Theiß- und der Vinča-Kultur häufiger vor. Ihre Form weist darauf hin, daß sie in erster Linie für den Einzelfang von Fischen bestimmt waren. Fischfanggeräte werden in geschlossenen Fundkomplexen, besonders in Gräbern, nur sehr selten angetroffen. Die wenigen Zeugnisse sprechen aber dafür, daß die Fischerei zu den männlichen Tätigkeiten gehörte. Die meisten mit Fischfanggeräten ausgestatteten Gräber enthalten noch andere "wertvolle" Beigaben, die auf einen gehobenen sozialen Status der Bestatteten hinweisen. Außerdem sprechen vereinzelte Befunde dafür, daß auch der Fisch wie z.B. Rind, Hund oder Schlange im kultischen Bereich der spätneolithischen Kulturen des Karpatenbeckens eine Rolle gespielt haben dürfte. 
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