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   <subfield code="a">Landwirtschaft und Naturschutz</subfield>
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   <subfield code="a">Farming and nature conservation Situation - deficits - strategies</subfield>
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   <subfield code="a">Zusammenfassung: 1. Die seit Jahrzehnten betriebene Agrarpoiitik des Bundes und der Europäischen Gemeinschaft ist Bestandteil einer wachstumsorientierten Industrialisienmgspolitik und Wirtschaftspolitik. Sie führt als Ergebnis bewutgter politischer Entscheidungen auch zur Industrialiderung der Agrarproduktion. 2. 2. Die Folgen dieser Politik sind u. a. ein Verlust der historisch gewachsenen vielgestaltigen Kulturlandschaft dutch die Vereinheitlichung der Standorte und der Nutzung in Raum und Zeit und damit ein massiver, sich in der wachsenden Zahl vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenartcn dokumentierender Lebensraumverlust. Die zunehmende Belastung der Umweltmedien Boden (Erosion), Wasser (Nitrat, Pflanzenbehandiungsmittel) und I.uft (Ammoniak, PSM) durch landwirtschafdiche Intensivprodukdon macht diese inzwischen zu einem zentralen Faktor der Umweltgefährdung. Gleicbzeitig führt die Politik des &quot;Wachsens oder Weichens” zu massiven Arbeitsplatzverlusten in der Landwirtschaft (seit 1950 nm -84 %), Betriebsaufgaben (seit 1950 1 Mio. Betriebe) und zu wachsenden Überschulßproblemen, welche sowohl den Staatshaushalt mit zig Milliarden DM als auch den internationalen Agrarmarkt dutch subventionierte Exporte massiv belasten. Durch vennehrte Futtermittelimporte atis und Agrarexporte in die Dritte Welt wird dort den Völkern die Möglichkeit genommen, angepaßte Lebens- und Produktionsweisen zu erhalten und zu entwickein. Die Industrialisierung der Landwirtschaft ist damit sowohl aus Gründen des Natur- und Umweltschutzes wie des Verbraucherschutzes und wegen der Gefährdung der Funktionsfähigkeit des ländlichen Raumes und wegen der sozialen und entwicklungspolitischen Unverträglichkeit ein Irrweg, der in die ökonomische und ökologische Sackgasse führt. 3. Die bisherigen Reformansiitze der EG werden der multifunktionalen Aufgabe der Landwirtschaft nicht gerecht, da das Hauptaugenmerk auf der Verringerung der Überschußkosten liegt. Mit den bisherigen Maßnahmen der restriktiven Preispolitik, Vorruhestandsprogrammen und Flächenstillegung wird letztendlich eine räumliche Trennung produktiver Landwirrschaft einerseits und Natur- und Landschaftsschutz andererseits bei gleichzeitiger funktionaler Trennung der Einkommenssicherung yon einer marktorientierten Produktion ohne Preisstützung herbeigelührt. Damit wird die Bedeutung der Landwirtschaft für den Naturhaushalt, für die Sicherung der Kulturlandschaft und für die Situation der ländlichen Räume mißachtet, und es werden die negativen sozialen und ökologischen Folgekosten intensiver und hochrationalisierter Agrarproduktion auf die Gesellschaft abgewälzt. 4. Es ist deshalb due grundsätzliche Änderung der Agrar- und Wirtschaftspolitik erforderlich, um auf Dauer neben einer flächendeckenden, umweltverträglichen und hochwertigen Nahrungsmittel-produktion auch die Sicherung der natürlichen Ressourcen, die Erhaltung vielgestaltiger Kulturlandschaften und eines funktionsfähigen, eigenständigen ländlichen Raumes zu gewährleisten. Da nichtdie Landwirtschaft scblechthin umweltbelastend ist, sondern die industrialisierten Formen der staatlicherseits geförderten Landwirtschaft, ist es erforderlich, einen Ordnungsrahmen zu schaffen, der dutch Internalisierung aller Produktionskosten znr Integration einzelbetrieblicher, gesellschaftlicher und ökologischer Ziele führt und gerade die existenziell besonders gefährdeten klein- und mittelbäuerlich vielseitig, wirtschaftenden Betriebe, welche in erster Linie fü die positiven Umweltleistungen der Landwirtschaft verantwortlich sind, konkurrenzfähig macht. Die Ziele des Natur- und Umweltschutzes müssen vorrangig durch eine umwelt- und raumverträg-liche Nutzung auf ganzer Fläche gesichert werden. Dazu ist es ecforderlich, b~iuerliche (d. h. ganzheitliche) Wirtschaftsweisen gesellschafdich wieder anzuerkennen, den innerbetrieblichen Wachstumszwang durch gestaffelte Erzeugerpreise (z. B. bessere Bezahlune der Grundmenge) zu beseitigen, existenzgefährdeten landwwtschatthchen Bemeben dutch em Exlstenzstcherungspro-gramm zu, helfen, eine fächendeckende Extensivierung der Produktion dutch Stickstoffsteuern, Verbot yon Hahnverkürzern, Bindung der Viehhahung an die Fläche (max 2 GV/ha) herbeizufüh-ren und den ökologischen Landbau als produktionstechnisehes Leitbild gezielt zu fördern und wirksam vor dem Bio-Graumarkt zu schützen. 5. Die Durchsetzung dieser Forder'ungen erfordert vom Verbraucher die Bereitschaft, in Zukunft mehr für bäuerlich produzierte Nahrungsmittel zu bezahlen und einen Zusammenschluß von Bauern, Naturschützern und Verbrauchern, um die notwendigen änderungen gegen den Wider-stand des Agrobusiness auch durchzusetzen.</subfield>
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