Hilfesuchverhalten und Behandlungswege von Patienten mit Zwangsstörungen

Verfasser / Beitragende:
[P. Mavrogiorgou, F. Siebers, T. Kienast, G. Juckel]
Ort, Verlag, Jahr:
2015
Format:
Artikel (online)
ID: 605452164
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246 1 |a Help-seeking behavior and pathways to care for patients with obsessive-compulsive disorders 
520 3 |a Zusammenfassung: Hintergrund: Zwangsstörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen, die mit einem chronischen Verlauf und großen psychosozialen Beeinträchtigungen assoziiert sind. Dies wird wiederum als Folge eines verzögerten Hilfesuchverhaltens zwangserkrankter Patienten diskutiert, die sich bis zu 10 Jahre nach Auftreten erster Zwangssymptome erstmalig um therapeutische Hilfe bemühen. Die Gründe der verzögerten Inanspruchnahme von Hilfe sind vielschichtig, die wenigen Untersuchungen zu Zwangsstörungen sind wenig vergleichbar und ergeben für diese Erkrankung kein spezifisches und einheitliches Erklärungsbild. Früherkennung und Frühintervention würden aber das Hilfesuchverhalten und die Behandlungswege positiv beeinflussen können. Zielsetzung: Ziel unserer Untersuchung war es, erstmals anhand des aus der Schizophrenieforschung bekannten strukturierten und für die Zwangsstörungen modifizierten "Pathways-to-care"-Fragebogen-Inventars das Hilfesuchverhalten und die Behandlungswege zwangserkrankter Patienten zu erfassen und näher zu untersuchen. Ergebnisse: Bei den 40 retrospektiv interviewten ambulanten Patienten betrug die Dauer zwischen dem Auftreten der Zwangssymptomatik und dem Aufsuchen der ersten Hilfsstelle im Durchschnitt 6,5Jahre und bis zum dritten Aufsuchen eines Hilfsangebots fast 15 Jahre. Obwohl bereits beim ersten Aufsuchen nervenärztlich-psychotherapeutische Praxen präferiert wurden und hier schon fast 90 % der Patienten über deutliche Zwangssymptome klagten, bekamen nur 20 % aller Patienten die Standardtherapie bestehend aus der Kombination von Verhaltenstherapie und einem selektiven Serotoninwiederaufnahmehemmer. Die am häufigsten angegebenen Gründe für die verzögerte Inanspruchnahme von Hilfe, waren die Annahmen seitens der Patienten, dass es sich bei den Symptomen nicht um eine Krankheit handele und dass sich die Probleme von allein lösen würden. Immerhin bestanden aber auch bei 40 % der befragten Patienten deutliche Stigmatisierungsängste. Schlussfolgerung: Psychoedukation und eine breite Umsetzung der evidenzbasierten Therapie erscheinen weiterhin notwendig und können zur Verbesserung des Hilfesuchverhaltens von Patienten mit Zwangsstörungen beitragen. 
540 |a Springer-Verlag Berlin Heidelberg, 2015 
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