Hochschullehrer in der Sowjetischen Besatzungszone und DDR bis 1961

Der akademische Generationswechsel an den Universitätsnervenkliniken

Verfasser / Beitragende:
[E. Kumbier, K. Haack]
Ort, Verlag, Jahr:
2015
Format:
Artikel (online)
ID: 605453365
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246 1 |a University professors in the Soviet Occupation Zone and the German Democratic Republic up to 1961  |b Academic alternation of generations at university psychiatric hospitals 
520 3 |a Zusammenfassung: Nach dem Zweiten Weltkrieg sollte über eine politisch gesteuerte Personalpolitik ein Austausch der Hochschullehrer in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und Deutschen Demokratischen Republik (DDR) erfolgen. Im Bereich der Medizin gelang das zunächst nicht. Wie sich am Beispiel der Universitätsnervenkliniken zeigt, scheiterte dieser Versuch aufgrund des durch Kriegsfolgen, Entnazifizierung und Abwanderung in die westlichen Besatzungszonen entstandenen Personalmangels. Die von der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) propagierten Kriterien einer politisch selektierten Nachwuchsförderung kamen deshalb bis 1961 in der Hochschulmedizin nicht zum Tragen. An einer Übertragung der fachlichen und akademischen Ressourcen in die neue Zeit waren die kommunistischen Machthaber hingegen interessiert. In diesen Prozess wurden auch politisch belastete Fachvertreter einbezogen. Im Vordergrund stand das Interesse an einer funktionierenden medizinischen Versorgung und Lehre, um die dringend benötigten Mediziner ausbilden zu können. Ende der 1950er Jahre etablierte sich eine neue Generation von Hochschullehrern an den Universitätsnervenkliniken. Dieser Generationswechsel offenbart die politisch gewollte Ablösung der "alten" Professorengeneration und den Wandel hin zu einer neuen, nach 1945 qualifizierten "DDR-Generation". Diese Zweite Generation von Hochschullehrern übernahm vakante Lehrstühle und bestimmte stärker als die Vertreter der vorherigen und auch nachfolgenden Generation die Lehre und Wissenschaft bis zum Ende der DDR. Diese Hochschullehrergeneration fühlte sich ihren akademischen Lehrern weiterhin eng verbunden und führte deren Tradition im Sinne einer "Schule" weitgehend unabhängig von politischen Gegebenheiten fort. 
540 |a Springer-Verlag Berlin Heidelberg, 2015 
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690 7 |a Hochschullehrer  |2 nationallicence 
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690 7 |a East Germany  |2 nationallicence 
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