Ökologie der Antibiotikaresistenz

Besonderheiten der Extended-spectrum-β-Laktamasen

Verfasser / Beitragende:
[A. Käsbohrer]
Ort, Verlag, Jahr:
2015
Format:
Artikel (online)
ID: 605482764
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100 1 |a Käsbohrer  |D A.  |u Nationales Referenzlabor für Antibiotikaresistenz, Bundesinstitut für Risikobewertung, Max-Dohrn-Str. 8-10, 10589, Berlin, Deutschland  |4 aut 
245 1 0 |a Ökologie der Antibiotikaresistenz  |h [Elektronische Daten]  |b Besonderheiten der Extended-spectrum-β-Laktamasen  |c [A. Käsbohrer] 
246 0 |a Ecology of antimicrobial resistance  |b Special aspects of extended-spectrum β-lactamases 
520 3 |a Zusammenfassung: Enterobacteriaceae, die Extended-spectrum-β-Laktamasen (ESBL) bilden, wurden kurz nach der Einführung von breiter wirksamen Cephalosporinen in Krankenhäusern beobachtet und finden sich inzwischen in der Allgemeinbevölkerung, bei Tieren, in Lebensmitteln und in der Umwelt. Viele Faktoren tragen zu der weiten Verbreitung bei, insbesondere auch der Einsatz von Antibiotika bei Mensch und Tier, aufgrund von Multiresistenzen gilt dies nicht nur für den Gebrauch von β-Laktamen und Cephalosporinen. Diese weite Verbreitung von ESBL lässt sich nicht allein über eine klonale Ausbreitung von erfolgreichen Stämmen erklären. Vielmehr verstärkt die Übertragung von Resistenzgenen, häufig auf übertragbaren Plasmiden lokalisiert, das Problem. Dieser horizontale Gentransfer führt auch zu immer neuen Kombinationen von Resistenzgenen, die die Therapieoptionen weiter einschränken. Die komplexen Interaktionen machen es sehr schwierig, die Bedeutung verschiedener Übertragungsketten abzuschätzen. Fakt ist, dass die Resistenzgene weit, d.h. bei Mensch, Tier und in der Umwelt, verbreitet sind und sich die Verteilungsmuster teilweise angleichen. Klar ist aber auch, dass zwei Übertragungswege zu beachten sind: die Mensch-zu-Mensch-Übertragung, insbesondere in Krankenhäusern, sowie der Austausch von Resistenzgenen zwischen Menschen, Tieren, Lebensmitteln und der Umwelt, wobei er in beide Richtungen stattfinden kann. Weitere Studien sind erforderlich, um die Übertragungswege zwischen Menschen, Tieren und der Umwelt, die erforderliche Keimmenge und die Einflussfaktoren besser zu verstehen. Vielfältige Maßnahmen auf human- und veterinärmedizinischer Seite müssen sich gegenseitig ergänzen und ineinander greifen. Ein One-Health-Ansatz muss entwickelt und stringent verfolgt werden. 
540 |a Springer-Verlag Berlin Heidelberg, 2015 
690 7 |a Horizontaler Gentransfer  |2 nationallicence 
690 7 |a CTX-M  |2 nationallicence 
690 7 |a Escherichia coli  |2 nationallicence 
690 7 |a Epidemiologie der Antibiotikaresistenz  |2 nationallicence 
690 7 |a Zoonosen  |2 nationallicence 
690 7 |a Gene transfer, horizontal  |2 nationallicence 
690 7 |a Antimicrobial drug resistance, epidemiology  |2 nationallicence 
690 7 |a Zoonoses  |2 nationallicence 
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