Prävention der Transmission von multiresistenten Erregern

Verfasser / Beitragende:
[R. Fussen, S. Lemmen]
Ort, Verlag, Jahr:
2015
Format:
Artikel (online)
ID: 605482799
LEADER caa a22 4500
001 605482799
003 CHVBK
005 20210128100428.0
007 cr unu---uuuuu
008 210128e20151101xx s 000 0 ger
024 7 0 |a 10.1007/s00108-015-3708-x  |2 doi 
035 |a (NATIONALLICENCE)springer-10.1007/s00108-015-3708-x 
245 0 0 |a Prävention der Transmission von multiresistenten Erregern  |h [Elektronische Daten]  |c [R. Fussen, S. Lemmen] 
246 1 |a Prevention of transmission of multidrug-resistant bacteria 
520 3 |a Zusammenfassung: Hintergrund: Die Zunahme multiresistenter Erreger (MRE) stellt ein weltweites Problem dar. Da je nach Erreger nur noch wenige bzw. schlecht wirksame Therapien zur Verfügung stehen, kommt einer effektiven Prävention der Übertragung eine besonders wichtige Rolle zu. Fragestellung: Welche krankenhaushygienischen Maßnahmen können zu einer sinnvollen und praktikablen Prävention der Transmission von MRE beitragen? Material und Methoden: Die aktuellen Empfehlungen und die vorliegende Literatur wurden diskutiert und kritisch bewertet. Ergebnisse: Studien zur Evaluierung krankenhaushygienischer Maßnahmen bei methicillinresistentem Staphylococcus aureus, vancomycinresistenten Enterokokken und multiresistenten gramnegativen Erregern unterscheiden sich in Bezug auf Prävalenz, Screeningmethoden, Personalschlüssel und Compliance bei der Händehygiene. Viele Daten wurden in Ausbruchsituationen erhoben und sind daher nicht mit einem endemischen Setting vergleichbar. Zusätzlich wurden unterschiedliche Präventionsmaßnahmen kombiniert, sodass die Beurteilung einer Einzelmaßnahme nicht möglich ist. Schlussfolgerung: Empfehlungen zum Umgang mit kolonisierten oder infizierten Patienten haben eine geringe Evidenz und sind in der Praxis nur schwer konsequent durchsetzbar. Die Händedesinfektion ist die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung der Transmission multiresistenter Erreger. Eine Isolierung im Einzelzimmer sowie Barrieremaßnahmen werden zwar häufig empfohlen, deren Bedeutung ist jedoch ungeklärt. Unumstritten sind die Nachteile isolierter Patienten. Screeningmaßnahmen müssen an die lokale Situation adaptiert werden. Eine Ganzkörperwaschung mit Chlorhexidin aller Patienten in Risikobereichen scheint eine attraktive und effektive Alternative zu Screening und Isolierung zu sein. 
540 |a Springer-Verlag Berlin Heidelberg, 2015 
690 7 |a Methicillinresistenter Staphylococcus aureus  |2 nationallicence 
690 7 |a Vancomycinresistente Enterokokken  |2 nationallicence 
690 7 |a Multiresistenz  |2 nationallicence 
690 7 |a Gramnegative Bakterien  |2 nationallicence 
690 7 |a Patientenisolierung  |2 nationallicence 
690 7 |a Methicillin-resistant Staphylococcus aureus  |2 nationallicence 
690 7 |a Vancomycin-resistant enterococci  |2 nationallicence 
690 7 |a Drug resistance, multiple  |2 nationallicence 
690 7 |a Gram-negative bacteria  |2 nationallicence 
690 7 |a Patient isolation  |2 nationallicence 
700 1 |a Fussen  |D R.  |u Zentralbereich für Krankenhaushygiene und Infektiologie, Uniklinik RWTH Aachen, Pauwelsstr. 30, 52074, Aachen, Deutschland  |4 aut 
700 1 |a Lemmen  |D S.  |u Zentralbereich für Krankenhaushygiene und Infektiologie, Uniklinik RWTH Aachen, Pauwelsstr. 30, 52074, Aachen, Deutschland  |4 aut 
856 4 0 |u https://doi.org/10.1007/s00108-015-3708-x  |q text/html  |z Onlinezugriff via DOI 
898 |a BK010053  |b XK010053  |c XK010000 
900 7 |a Metadata rights reserved  |b Springer special CC-BY-NC licence  |2 nationallicence 
908 |D 1  |a research-article  |2 jats 
949 |B NATIONALLICENCE  |F NATIONALLICENCE  |b NL-springer 
950 |B NATIONALLICENCE  |P 856  |E 40  |u https://doi.org/10.1007/s00108-015-3708-x  |q text/html  |z Onlinezugriff via DOI 
950 |B NATIONALLICENCE  |P 700  |E 1-  |a Fussen  |D R.  |u Zentralbereich für Krankenhaushygiene und Infektiologie, Uniklinik RWTH Aachen, Pauwelsstr. 30, 52074, Aachen, Deutschland  |4 aut 
950 |B NATIONALLICENCE  |P 700  |E 1-  |a Lemmen  |D S.  |u Zentralbereich für Krankenhaushygiene und Infektiologie, Uniklinik RWTH Aachen, Pauwelsstr. 30, 52074, Aachen, Deutschland  |4 aut