Behandlung von Rückfußdestruktionen beim Charcot-Fuß durch Hybridtechnik mit interner Osteosynthese und Ringfixateur

Verfasser / Beitragende:
[C. Volkering, S. Kriegelstein, S. Kessler, M. Walther]
Ort, Verlag, Jahr:
2015
Enthalten in:
Operative Orthopädie und Traumatologie, 27/2(2015-04-01), 101-113
Format:
Artikel (online)
ID: 605487006
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246 1 |a Treatment of hindfoot instability in Charcot foot using a hybrid technique of internal and external fixation 
520 3 |a Zusammenfassung: Operationsziel: Ein wesentliches Problem bei der Therapie von Patienten mit Charcot-Fuß ist die Unfähigkeit der meisten Patienten, die geforderte Entlastung einzuhalten. Es kommt deshalb bei rein interner Osteosynthese häufig zur Dislokation oder zum Bruch des Osteosynthesematerials. Besonders relevant ist dies bei peritalaren Rückfussinstabilitäten (SandersIV), die bei gleichzeitiger Destruktion des Talus schwer zur Ausheilung zu bringen sind. Die Kombination einer internen und externen Stabilisierung des Rückfußes bei instabilem Charcot-Fuß ermöglicht eine tibiokalkaneare Arthrodese, die sich in diesen komplexen Fällen bewährt hat. Das Ziel der Operation ist ein belastbarer, plantigrader und schuhtechnisch versorgbarer Fuß ohne Ulzerationsgefahr. Indikationen: Charcot-Fuß mit instabilem Einbruch im Bereich des Rückfußes mit oder ohne Fragmentdislokation und mit oder ohne (infektfreie) Ulzerationen, der mit orthopädischen Maßschuhen oder Orthesen nicht mehr versorgt werden kann. Kontraindikationen: Erhebliche Narkoserisiken bei multimorbiden Patienten; nichtrekonstruierbare Durchblutungsstörungen; nichtbeherrschbare Weichteilinfektionen bzw. -defekte im Bereich von Fuß und Unterschenkel mit der Notwendigkeit zur Amputation und Incompliance des Patienten. Operationstechnik: Exzision der distalen Fibula und Entfernung der Talusreste unter belassen des Taluskopfs, wenn möglich über einen lateralen Zugang. Medialer Zugang zur Entfernung des Innenknöchels. Tibiokalkaneare Fusion (tcF) mit Schraubenarthrodese. Fusion des Taluskopfs mit der Tibiavorderkante. Anlage eines Unterschenkelringfixateurs zur Sicherung der internen Osteosynthese. Weiterbehandlung: Entlastung an Unterarmgehstützen, ggf. Rollstuhl postoperativ für 3Monate mit Gehbügel, dann Entfernung des Ringfixateurs, Computertomographie (CT) des Fußes und in Abhängigkeit des radiologischen Befunds schrittweiser Belastungsaufbau im individuell angepassten Unterschenkelkunststoffgips über 4-6Wochen. Bei stabilem Rückfuß abschließend Versorgung mit einem hochschaftigen, orthopädischen Maßschuh mit neuropathikeradaptierter Einlage und Freigabe zur Vollbelastung. Ergebnisse: In einer retrospektiven Kohortenstudie konnten 14 von 16Patienten, die sich aufgrund einer Talusnekrose einer tibiokalanearen Fusion unterzogen haben, mit orthopädischen Maßschuhen versorgt werden. Im Verlauf wurden 2Patienten unterschenkelamputiert, 3Patienten hatten Stressfrakturen der Tibia, einer aufgrund einer "Pin-track"-Infektion. Knöcherne Fusion von Kalkaneus und Tibia bei allen Patienten, Fusion des Mittelfuß/Taluskopf und der distalen Tibia bei 10 von 16Patienten. Die bei 10Patienten präoperativ bestehenden Ulzera konnten durch die Stellungskorrektur geheilt werden. Ein Patient bekam ein Fersenulkus aufgrund einer in Hackenfuss eingestellten Fusion. 
540 |a Springer-Verlag Berlin Heidelberg, 2015 
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