Sekundäre Prävention bei Patienten mit oberflächlichem Urothelkarzinom

Verfasser / Beitragende:
[T.J. Schnöller, F. Zengerling, C. Hirning, F. Jentzmik]
Ort, Verlag, Jahr:
2015
Format:
Artikel (online)
ID: 605531897
LEADER caa a22 4500
001 605531897
003 CHVBK
005 20210128100831.0
007 cr unu---uuuuu
008 210128e20150701xx s 000 0 ger
024 7 0 |a 10.1007/s00120-015-3839-7  |2 doi 
035 |a (NATIONALLICENCE)springer-10.1007/s00120-015-3839-7 
245 0 0 |a Sekundäre Prävention bei Patienten mit oberflächlichem Urothelkarzinom  |h [Elektronische Daten]  |c [T.J. Schnöller, F. Zengerling, C. Hirning, F. Jentzmik] 
246 1 |a Secondary prevention in patients with superficial urothelial carcinoma 
520 3 |a Zusammenfassung: Hintergrund: Das Urothelkarzinom ist bei Männern die vierthäufigste und bei Frauen die siebthäufigste maligne Erkrankung in Deutschland. 95 % aller Tumoren der Harnblase sind Urothelkarzinome. Zirka 80 % dieser Karzinome sind bei Erstdiagnose nicht invasiv. Der Befall ist oft multizentrisch. Zirka 10-15 % dieser Tumoren entwickeln im weiteren Verlauf ein muskelinvasives Wachstum. Wir analysierten, welche Maßnahmen Patienten selber unternehmen, in der Hoffnung, damit ihr Rezidivrisiko senken zu können. Material und Methoden: Im Zeitraum zwischen Januar 2012 und Dezember 2013 befragten wir insgesamt 97Patienten mit einem superfiziellen pTa-Urothelkarzinom im Rahmen der Tumornachsorge in unserer uroonkologischen Sprechstunde, inwieweit die Diagnose Urothelkarzinom ihre Lebensumstände und Ernährungs- und Trinkgewohnheiten verändert hat. Ob Nachsorgen regelmäßig durchgeführt werden und wurden, sie psychische Betreuung angenommen haben und ob sie selbstständig Prophylaxemaßnahmen ergriffen haben, sowie ihre Rauchgewohnheiten, sofern vorhanden, geändert haben. Ergebnisse: Unter den 97 Befragten waren 79 Männer und 18 Frauen, darunter 56 Raucher und 41 Nichtraucher. Der Altersmedian lag bei 71 (36-96) Jahren. Für 22 (22,7 %) Patienten führte die Diagnose zu keinen Veränderungen ihrer Lebensumstände. Bei 33Patienten war die Veränderung gering (44 %), bei 20 mittelgradig (26,7 %), bei 14 (18,6 %) stark und bei 8 (10,7 %) sehr stark. 25 (25,8 %) Patienten änderten ihre Ernährungsgewohnheiten. 49Patienten änderten ihre Trinkgewohnheiten, davon gaben 48Patienten an, mehr zu trinken (> 2,0l/Tag), 1Patient reduzierte seine Trinkmenge. Nach Diagnosestellung hörten 40 (71,4 %) Patienten auf zu rauchen, 7 (12,5 %) reduzierten den Konsum. 6 (10,7 %) rauchten unverändert weiter. 44 (45,4 %) Patienten gaben an, ihr Sportverhalten geändert zu haben, davon trieben 11 (25 %) mehr Sport, und 8 (18,1 %) weniger. Nur 3 (3,1 %) Patienten nahmen psychoonkologische Betreuung im Verlauf in Anspruch. 39 (40,2 %) Patienten griffen zu supportiven/komplementärmedizinischen Maßnahmen, um ihre Erkrankung potentiell günstig zu beeinflussen (Misteltherapie, Vitaminpräparate), 22 (22,7 %) Patienten ließen sich durch Ärzte zusätzlich beraten. Allerdings glaubten 45,4 % aller Patienten nicht an den Erfolg der von ihnen getroffenen Maßnahmen. Schlussfolgerung: Für 77,3 % aller Patienten stellte die Diagnose Urothelkarzinom eine Veränderung ihrer Lebensumstände dar und sie waren bereit, diverse Maßnahmen, wie Aufgabe des Rauchens, Änderung von Trink- und Essgewohnheiten, Sport und Prophylaxemaßnahmen durchzuführen. Allerdings glaubt nahezu die Hälfte der Patienten (45,4 %) selbst nicht an einen durchschlagenden Erfolg der von Ihnen getroffenen Maßnahmen. 
540 |a Springer-Verlag Berlin Heidelberg, 2015 
690 7 |a Prophylaxe  |2 nationallicence 
690 7 |a Komplementärmedizin  |2 nationallicence 
690 7 |a Supportivtherapie  |2 nationallicence 
690 7 |a Zigarettenkonsum  |2 nationallicence 
690 7 |a Instillationstherapie  |2 nationallicence 
690 7 |a Prophylaxis  |2 nationallicence 
690 7 |a Complementary medicine  |2 nationallicence 
690 7 |a Carcinoma, transition cell  |2 nationallicence 
690 7 |a Cigarette smoking  |2 nationallicence 
690 7 |a Instillation, bladder  |2 nationallicence 
700 1 |a Schnöller  |D T.J.  |u Abteilung Urologie und Kinderurologie, Universitätsklinikum Ulm, Prittwitzstraße 43, 89075, Ulm, Deutschland  |4 aut 
700 1 |a Zengerling  |D F.  |u Abteilung Urologie und Kinderurologie, Universitätsklinikum Ulm, Prittwitzstraße 43, 89075, Ulm, Deutschland  |4 aut 
700 1 |a Hirning  |D C.  |u Abteilung Urologie und Kinderurologie, Universitätsklinikum Ulm, Prittwitzstraße 43, 89075, Ulm, Deutschland  |4 aut 
700 1 |a Jentzmik  |D F.  |u Abteilung Urologie und Kinderurologie, Universitätsklinikum Ulm, Prittwitzstraße 43, 89075, Ulm, Deutschland  |4 aut 
856 4 0 |u https://doi.org/10.1007/s00120-015-3839-7  |q text/html  |z Onlinezugriff via DOI 
898 |a BK010053  |b XK010053  |c XK010000 
900 7 |a Metadata rights reserved  |b Springer special CC-BY-NC licence  |2 nationallicence 
908 |D 1  |a research-article  |2 jats 
949 |B NATIONALLICENCE  |F NATIONALLICENCE  |b NL-springer 
950 |B NATIONALLICENCE  |P 856  |E 40  |u https://doi.org/10.1007/s00120-015-3839-7  |q text/html  |z Onlinezugriff via DOI 
950 |B NATIONALLICENCE  |P 700  |E 1-  |a Schnöller  |D T.J.  |u Abteilung Urologie und Kinderurologie, Universitätsklinikum Ulm, Prittwitzstraße 43, 89075, Ulm, Deutschland  |4 aut 
950 |B NATIONALLICENCE  |P 700  |E 1-  |a Zengerling  |D F.  |u Abteilung Urologie und Kinderurologie, Universitätsklinikum Ulm, Prittwitzstraße 43, 89075, Ulm, Deutschland  |4 aut 
950 |B NATIONALLICENCE  |P 700  |E 1-  |a Hirning  |D C.  |u Abteilung Urologie und Kinderurologie, Universitätsklinikum Ulm, Prittwitzstraße 43, 89075, Ulm, Deutschland  |4 aut 
950 |B NATIONALLICENCE  |P 700  |E 1-  |a Jentzmik  |D F.  |u Abteilung Urologie und Kinderurologie, Universitätsklinikum Ulm, Prittwitzstraße 43, 89075, Ulm, Deutschland  |4 aut